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Der
Tag ist gekommen, der Auftritt rückt näher.
Versucht pünktlich am Konzertort zu sein, notfalls von unterwegs
anrufen, wenn es später wird. Es ist zwar Rock'n'Roll und Star-like
viel zu spät zu erscheinen, aber ein Veranstalter der unter Stress
steht weil alle Bands zu spät kommen, wird es sich beim nächsten
mal überlegen, ob er diese nochmal engagiert.
Auch mit Freundlichkeit ist einiges getan. Man muss sich nicht gleich
einschleimen, aber ein kleiner Austausch mit dem Veranstalter erhöht
die Sympathie auf beiden Seiten. Unfreundliche, arrogante Bands, und wenn
sie noch so gut spielen, werden nicht nochmal gebucht, es sei denn sie
füllen das Hallenstadion.
Auch
das aufstellen der Backline und der Soundcheck sind gute Momente seine
Professionalität zu beweisen. Ein unkontrollierter Haufen, der einen
riesen Krach veranstaltet wirkt schnell nach Schülerband und ist
für den Haustechniker keine angenehme Sache.
Wenn jeder weiss was er zu tun hat, in welcher Reihenfolge der Sound gecheckt
wird und wie er seinen Monitorsound gerne möchte, ist der Soundcheck
für alle zufriedenstellender.
Zur Bühnenpräsenz gibt es nicht allzu viel zu sagen. Entweder
man hat sie, oder eben nicht. Wenn sie nur gespielt ist fällt das
dem Publikum schnell auf und bringt keine Pluspunkte! Bühnenpräsenz
kommt durch Bühnenerfahrung, Selbstvertrauen (nicht Arroganz!) und
eine gute Beobachtungsgabe. Da man sich selbst nicht live auf der Bühne
betrachten kann, hilft es am meisten bei anderen Bands genau hinzuschauen
und zu beurteilen was einem an denen gefällt oder eben nicht.
Nach
dem Konzert sollte man, noch bevor man sich ausgiebig dem Backstage-Kühlschrank
widmet, die Bühne räumen und sich nach der Gage erkundigen.
Die Erfahrung zeigt, dass Alkohol und Groupies einen selbst die Gage vergessen
lassen können.
Einige Veranstalter sehen nicht ein, dass sie dem Künstler der seine
Songs aufführt auch noch Urheberrechtsentschädigung bezahlen
sollen und lassen die SUISA-Liste unter den Tisch fallen. Der Künstler
(sofern Mitglied der SUISA) hat aber das Recht, auf die SUISA-Liste zu
bestehen, bzw. nicht das Recht durch eine Verzichtserklärung auf
die Urheberrechtsentschädigung für eine Konzertaufführung
zu verzichten. Denn dies könnte dazu führen, dass Veranstalter
nur noch Bands engagieren, die bereit sind auf die Entschädigung
zu verzichten. Professionelle Musiker würden so gewaltige Einbussen
machen.
| Kurz |
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Professionalität
zeichnet sich durch eine nicht übertriebene Disziplin und nicht
durch Rockstargehabe aus. Die Auszahlung der Gage, sowie das Ausfüllen
der SUISA-Liste sollten noch vor dem Delirium Tremens geschehen.
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